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Aufgaben delegieren ohne schlechtes Gewissen


Aufgaben delegieren ohne schlechtes Gewissen - Mama-Glück

 „Ach lass mal. Ich schaff das schon. Das mach ich einfach später, wenn die Kinder schlafen. Aber Dankeschön für das Angebot!“

 

– Na, hast Du Dich jetzt selbst wiedererkannt?

 

 

Da lehnst Du nun die nett gemeinte Hilfe Deiner Mutter oder Schwiegermama oder wem auch immer ab, obwohl Du ein wenig Schlaf oder Zeit für Dich oder Deinen Job dringend nötig hättest und kümmerst Dich nach Feierabend oder einem langen Tag mit Baby zu Hause noch abends um Haushalt und Wäsche.

 

In meinem letzten Artikel zum Thema Selbstfürsorge *klick* bin ich schon kurz auf das Delegieren von Aufgaben eingegangen. Da Hilfe annehmen für viele Mamas ein sehr schwieriges Thema ist, gibt´s jetzt einen eigenen Beitrag dazu.


Viele Mütter setzen sich unter extremen Druck alles alleine und perfekt schaffen zu wollen


 Aber warum eigentlich?

Weil sie denken, dass es sich als gute Mutter eben so gehört.     Weil sie denken, dass ihr Mann das so erwartet.     Weil sie denken, dass all ihre Freundinnen und Bekannte das auch so machen.     Weil sie denken, dass die Gesellschaft dies von ihnen erw

 Und ich frage Dich: Wer zum Teufel hat Müttern diesen Floh ins Ohr gesetzt? Warum fühlen tolle Mamas sich schlecht, wenn sie Hilfe annehmen?

 

Im Job wird Wert darauf gelegt, dass man gut im Team zusammenarbeitet, aber als Mama wird man plötzlich zur einsamen Einzelkämpferin, die Haushalt, Kinder, Job und nicht zuletzt ihre eigenen Bedürfnisse alleine managt.

 

Woher dieser überaus weibliche Hang zum Perfektionismus stammt (denn ein Frauenproblem muss es sein, meinem Mann macht es jedenfalls nichts aus, wenn er mit den Kindern zu Hause ist und er nicht alles im Haushalt schafft), werden wir in diesem Artikel wohl nicht zur Gänze klären können.

 

Ich möchte Dir aber ein paar Anregungen dazu geben, wie Du es ohne schlechtes Gewissen weg vom Perfektionismus schaffst und Hilfe besser annehmen kannst.


Aufgaben ohne schlechtes Gewissen abgeben und delegieren


Verdeutliche Dir, was Du jeden Tag leistest – erstelle einen realistischen Tagesplan, der Deinen aktuellen Tagesablauf zeigt (auch Geschirrspülerein- und -ausräumen oder staubsaugen gehört dazu!)


Wahnsinn, oder? So schwarz auf weiß wird den meisten Müttern erst klar, was sie jeden Tag leisten. Auf jeden Fall war Dein Alltag „vor“ den Kindern dagegen ein Klacks – und da hast Du (wahrscheinlich) Deinen Feierabend nicht mit Hausarbeit etc. zugebracht, sondern Dir Zeit für Dich genommen.

 

Ändere die Perspektive: Was würdest Du Deiner besten Freundin raten, wenn Deine Liste ihre wäre? – So weitermachen wie bisher oder etwas ändern? Ich garantiere Dir, dass Du Deiner Freundin raten würdest, sich nicht so zu stressen, weil „das ja keiner lange durchhalten kann“.  Genau! Super Einsicht: KEINER kann dieses Pensum auf ewig ohne negative Auswirkungen auf Körper und Psyche durchziehen – auch Du nicht.


Verinnerliche diese Gedanken!


... denn Du leistest als berufstätige Mutter bzw. Mutter in Elternzeit extrem viel – viel mehr, als Du geleistet hast, bevor Du Mama geworden bist! Darauf kannst Du stolz sein und musst Dich deswegen nicht schämen oder minderwertig fühlen, wenn Du für kleinere Dinge auch mal Hilfe annimmst!

 

Dadurch, dass du nun „schriftlich hast“, was Du jeden Tag abarbeitest, erhältst Du die Bestätigung für deine Leistungen. Und das macht Dir die Entscheidung wesentlich leichter, Hilfe anzunehmen. Denn auch wenn Du Aufgaben delegierst, bleibt noch genug für Dich übrig.

 

Nachdem Du Dir verdeutlicht hast, dass Du an einem Tag mindestens so viel arbeitest wie ein Top-Manager, geht es nun aktiv daran, etwas zu ändern:


Räume Deinen Tagesplan auf – Zauberwort Entschleunigung


Räume Deinen Tagesplan auf – Zauberwort Entschleunigung

Wenn Du jetzt ganz ehrlich zu Dir bist:

 

Müssen die von Dir augeschriebenen Aufgaben wirklich, wirklich, wirklich alle an einem Tag erledigt werden?

 

Muss es neben Babyschwimmen und Pekip auch noch Babymassage sein?

 

Und argumentiere vor Dir nicht damit, dass andere das auch so machen! Hier zählt nur, was DU möchtest. Schmeiß Aufgaben und Termine raus, die nicht unbedingt sein müssen. So erhältst Du garantiert ein paar Stunden Zeitersparnis in der Woche.

 

Denn alles Delegieren der Welt bringt überhaupt nichts, wenn Du während der Zeit, die Dir ein anderer hilft, versuchst, alles andere im Renntempo zu erledigen.

 

Du hast Deine To-Do-Liste verschlankt, jetzt kommt das Delegieren ins Spiel:


welche lieben Menschen können Dir welche Aufgaben abnehmen


Achtung: Grausame Wahrheit: Auch Du bist ersetzbar! :-)

Nicht nur Du kannst Wäsche falten, bügeln oder putzen.

 

Überlege Dir also, welche lieben Menschen (Partner, ältere Kinder, Omas, Opas...) Dir welche Aufgaben auf Dauer oder zeitweise abnehmen können. Vielleicht wurden Dir bestimmte Dinge ja auch schon angeboten?

 

  • Und ja: Keiner macht die Arbeit haargenau so wie Du, aber ist das wirklich so wichtig?

 

  • Ist Dir ein (in Deinen Augen) auf Deine Art und Weise geputztes Bad lieber, als auch mal zwei Stunden Zeit für etwas anderes?

 

Verabschiede Dich von dem, was in Deinen Augen perfekt ist. Gut geputzt ist absolut großartig und wunderbar, wenn es Dir mehr Freiräume schafft!

 

Wäre es nicht toll, wenn Du mal ganz in Ruhe in die Badewanne gehen könntest, während die Oma sich um das Baby kümmert? Oder Du in Ruhe Deinen Kleiderschrank neu sortieren könntest, weil Dein Mann nach dem Abendessen mit den Kindern die Küche aufräumt?

– Ganz klar, sie werden es nicht hundertprozentig so machen wie Du, aber sie haben Dich alle gern und werden sich große Mühe geben, Dir Arbeit abzunehmen, wenn Du Ihnen ehrlich sagst, dass Du Hilfe benötigst, weil Dir bestimmte Dinge momentan/auf Dauer zu viel werden. Dafür ist Familie schließlich da!

 

Wichtig ist, den richtigen Ton zu treffen: Fängst Du an, Deine Familie nach dem Motto "Mir reicht´s, Ihr seid faul und alles bleibt an mir hängen!" anzumeckern und zu kritisieren, wird das eher eine Abwehrhaltung als Hilfsbereitschaft hervorrufen, weil sie das Gefühl haben, sich rechtfertigen zu müssen. Erklärst Du aber in ruhigem Ton, dass Du das Gefühl hast, zu viel Arbeit zu haben und Dir mehr Hilfe und Unterstützung wünschen würdest, ist die Basis gleich eine ganz andere.


Ein Neuer Plan muss her!


Erstelle nun einen Tagesplan, der nur die wirklich notwendigen Aufgaben und Termine beinhaltet.

 

Markiere, welche Aufgaben Du delegieren möchtest und

 

plane feste Ruhezeiten für Dich ein (z. B. machen wir es so, dass wir uns nach 20 Uhr außer in absoluten Ausnahmen ein Arbeitsverbot erteilt haben. Das ist Sofazeit für Mama und Papa oder Zeit für Hobbies).

 

Du wirst sehen, Du wirst immer noch genug zu tun haben, aber trotzdem mal Zeit zum Luftholen und Energietanken haben :-)


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  Soweit so gut. Jetzt kann es losgehen.
Und ja: Es ist zunächst schwierig, andere Personen um Hilfe zu bitten.
Da Du Dir nun aber bewusst darüber bist, wieviel Du in Deinem Alltag zu bewältigen hast, wird es Dir leichter fallen.
Hier gilt: Einfach fragen! Es kann Dir ja nichts Schlimmes passieren!

 
Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg für Dein Vorhaben

und viele ruhige Mama-Momente für Dich!

 

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Carina Morgenroth, Wirtschaftspsychologin (B.SC.), Coach, Mama von zwei tollen Kindern, verrückt nach Agatha Christie-Krimis und das Gesicht von Mama-Glück.

Mein Ziel ist es,

Dich dabei zu unterstützen, glücklich und entspannt Mutter sein zu können

und Deine privaten und beruflichen Ziele zu verwirklichen.


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