Elternzeit: Langeweile als Mama?


Langeweile in Elternzeit, geistig unterfordert

Ich bin immer noch erstaunt, wie viel positives Feedback ich zu meinem letzten Artikel über die Einsamkeit vieler Mamas in der Elternzeit erhalten habe.

 

Danke Euch hierfür!

 

Das Thema scheint einen Nerv getroffen zu haben – insbesondere die „mentale Unterforderung“ in der Elternzeit scheint für viele Mütter ein Problem darzustellen.

 

Deswegen möchte ich mich heute einmal mit diesem Thema beschäftigen und Dir Lösungsmöglichkeiten für dieses Problem aufzeigen.

Es ist ja auch ein komplett anderes Leben, mit dem man da konfrontiert wird: Gerade warst Du noch mitten im Berufsleben und bist – mit großem Babybauch – von Termin zu Termin gehechtet und plötzlich sitzt Du mit einem winzigen Baby im Arm zu Hause und bist erst einmal „nur“ noch Mama. Wow… was eine Umstellung!

 

Aber nach der ersten Kennenlernzeit habt ihr Eure Routinen und Rituale entwickelt und Du hast trotz Alltagsstress wieder Kapazitäten und Lust auf andere Dinge. Du möchtest endlich mal wieder etwas für Dich tun, etwas, das Deinen Interessen und Begabungen entspricht, was Dich fordert. Als ich dies „damals“ meiner Mutter gesagt habe, war ihre Antwort: „Langeweile kannte ich mit Euch damals nicht!


Es geht nicht um Langeweile


Genau, meine Mama hat Recht – Langeweile als Mama kannte und kenne ich auch nicht. Der Alltag mit Kindern ist anspruchsvoll und durchgetaktet, Du findest kaum mal eine Minute Zeit zum Durchatmen.

 

Klar freust Du Dich, wenn Du mit Deinem Kind spielst und es vor Freude strahlt und alles „noch mal“ und „noch mal“ und „noch mal“ machen möchte. Du freust Dich, wenn Du siehst, wie Dein Kind nach unzähligem Üben neue Dinge erlernt.

 

Aber dennoch füllt viele Mamas dieser Alltag nicht aus. Sie fühlen sich zu Hause isoliert und haben das Gefühl, nicht mehr am „richtigen“ Leben teilhaben zu können. Deswegen kommt dann ein Gefühl von Langeweile auf.



Worum geht es dann?


Vielmehr ist es das Gefühl mental nicht gefordert zu werden und keine Anerkennung zu erhalten. Hast Du Dich im Beruf tagein tagaus mit hochkomplexen Themen und Sachverhalten beschäftigt, fordert es Dich geistig wenig zum gefühlt tausendsten Mal „Die Eule mit der Beule“ zu lesen.

 

Als berufstätige Frau warst Du es gewöhnt, täglich einen klasse Job zu machen und dafür Anerkennung von Kollegen, Kunden und Vorgesetzten zu bekommen. Du hast von anderen Bestätigung und Lob für Deine Leistungen erhalten. Als Mama fällt das nun erst einmal weg. Du „wurschtelst“ alleine für Dich zu Hause herum und das war´s.


„Ich fühle mich unterfordert – ich habe das Gefühl zu verblöden“


So kann ich wohl das Feedback zu meinem letzten Artikel ganz gut zusammenfassen.

 

Die Mamas, die solche Gedanken haben, lieben es, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und denken sich sogar die kreativsten und abwechslungsreichsten Beschäftigungen aus – aber dennoch fühlen sie sich nicht gefordert und fangen an, nach alternativen Beschäftigungen zu suchen, um einen Ausgleich vom Mama-Sein zu haben.

 

Ich hatte bereits berichtet, dass ich in meiner ersten Elternzeit angefangen habe zu nähen und mich mir das Handlettering beigebracht habe. Das ist für mich ein wunderbarer Ausgleich zum Mama-Alltag. Beim Kreativsein kann ich komplett abschalten und sehen, dass ich etwas „geleistet“ habe.


Was kannst Du also tun?


Viele Frauen, die merken, dass das alleinige Mama-Sein sie nicht ausfüllt, kehren vorzeitig aus der Elternzeit in den Job zurück (wenn der Arbeitgeber dem zustimmt!). Andere – so wie ich auch – können die Elternzeit nicht vorzeitig beenden oder aber sie wollen ihr Kind noch nicht so früh fremdbetreuen lassen.

 

Wie kannst Du also Deine Elternzeit so interessant und schön wie möglich für Dich und Deinen Nachwuchs gestalten?


Akzeptiere die Situation und plane neu!


Natürlich ist es erst einmal ein dummes Gefühl, wenn Du merkst, dass Dein schöner Plan mit der Elternzeit für die nächsten ein oder zwei Jahre so nicht funktioniert.

 

Das heißt wiederum aber nicht, dass Du Deine Situation so hinnehmen musst, nur weil es ja so geplant war. Als Mama wirst Du wahrscheinlich sowieso schon gemerkt haben, dass man meistens nur noch plant, um kurz darauf wieder umzuplanen… Und hinzu kommt wahrscheinlich das schlechte Gewissen, weil Du nicht zufrieden bist. Oder Du denkst gar eine schlechte Mama zu sein, weil Du nicht „nur“ Mama sein möchtest. Aber Du bist garantiert keine schlechte Mutter, nur weil es Dich nicht erfüllt Vollzeitmama zu sein.

 

 

Achtung Falle: War früher wirklich alles besser?

In meinem letzten Artikel hatte ich geschrieben, dass ich in der Elternzeit anfing meinen Job zu vermissen. Dabei hatte ich oft genug gemeckert, was ich dort alles nicht gut fand. Menschen tendieren dazu, vergangene Dinge als weniger schlecht zu bewerten oder uns diese „schön zu reden“.

Hinterfrage Dich also ehrlich: War es „früher“ im Job wirklich so viel besser als jetzt als Mutter? Natürlich ist nicht jeder Tag als Mama toll. Aber das war er im Berufsleben auch nicht, oder? Bevor Du also resignierst, fange an, Dich neu zu organisieren!


Nutze die Chance Dich neu zu orientieren!


Mama-Alltag Langeweilge Unterforderung nicht ausgefüllt sein

Werde Dir klar darüber, was DU wirklich möchtest! Welche Ziele und Wünsche hast Du, was möchtest Du erreichen?

 

Fällt es Dir schwer, Dich hier zu orientieren, kannst Du *hier* nachlesen, wie Du eine erfolgreiche Zielplanung am besten angehst. Gerne unterstütze ich Dich dabei auch beim Mama-Coaching und einer Potenzial-Analyse.


Was kannst Du zu Hause gegen (mentale) Langeweile und Unterforderung tun?


Hilfe annehmen

Wohnen Omas und Opas in der Nähe, scheue Dich nicht davor, auch einmal Hilfe anzunehmen, um Zeit für Dich zu haben. Zeit mit den Großeltern zu verbringen ist für Kinder sehr bereichernd und auch die Großeltern genießen Enkelnachmittage. Stehen die Großeltern nicht zur Verfügung gibt es vielleicht nette Nachbarn oder Freunde, die gerne einmal ein wenig auf Dein Kind aufpassen.

 

Du tust Dich schwer damit, Aufgaben abzugeben? Lese *hier*, wie Du lernen kannst Aufgaben ohne schlechtes Gewissen zu delegieren.

Selbstfürsorge

Schaffe Dir Freiräume, Zeit nur für Dich. Indem Du entweder Hilfe annimmst oder aber Deine Kinder mal ein wenig alleine spielen lässt. Eine (auch nur kurze) Auszeit für Dich, lässt Dich zur Ruhe kommen, sodass Du mit neuer Energie an Deine Aufgaben herangehen kannst. Mehr zum Thema „Selbstfürsorge“ findest du *hier*.

Eigene Wünsche berücksichtigen

Langeweile Mama-Alltag Elternzeit: eigene Wünsche berücksichtigen Zeit für Mama

Irgendwie ist Dein Kalender nur voller Termine für die Kinder?

 

Setzt Euch sonntags zusammen und plant die kommende Woche – und zwar so, dass es jedem ermöglicht wird, einen „Wunschtermin“ einzutragen.

 

So kommt niemand zu kurz und Du hast etwas, worauf Du Dich freuen kannst.

 

Ein fester Termin im Kalender (auch wenn er nur mit Dir selbst zum Handarbeiten ist) schafft Verbindlichkeiten, sodass Du Deinen Plan eher umsetzen wirst, als wenn Du Dir vornimmst „irgendwann kommende Woche mal den Pullover fertig zu nähen“.

Fort- und Weiterbildung

Auch in der Elternzeit kannst Du Dich beruflich fort- und weiterbilden. Viele Weiterbildungsanbieter werben sogar damit. Aber Vorsicht: Auf diesen Seiten wird ein Fernstudium mit Kind als „mal eben schnell gemacht“ beworben – warte erst einmal ab, wie viel Zeit Du als Mutter wirklich für Fortbildungen übrig hast und bedenke, dass die Zeit der fünf Tagesschläfchen nicht ewig anhält! Wäge ab, ob es direkt ein Studiengang sein muss oder ob ein Abend- oder Weiterbildungskurs nicht passender wäre.

Nebenbeschäftigung und Hobbies

So wie ich in der Elternzeit neue kreative Hobbies und meinen Traum vom Mama-Glück verwirklicht habe, geht es vielen Müttern. Sie erfinden sich in der Elternzeit neu, finden neue Hobbies oder wagen den Schritt in eine neue berufliche Zukunft. Durch Nebenbeschäftigungen (dem Arbeitgeber melden!) kannst Du diese ganz gefahrlos während der Elternzeit auf ihre Umsetzbarkeit „testen“. Oft werden aus Hobbys oder Nebenjobs großartige neue Jobs.

 

Sei mutig und denke neu. Gerne begleite ich Dich auf diesem Weg!


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bringe Abwechslung in Deinen Mama-Alltag!

1001 Ideen gegen Langeweile
Design your Job: Dein Kritzelbuch zur beruflichen Neuorientierung

Malbuch für Erwachsene "Entspann dich endlich, verdammte Scheiße!"*

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Was tust Du gegen „mentale“ Langeweile?

Oder fordern Dich ganz andere Dinge in Deiner Elternzeit?

Ich freue mich auf Deine Geschichte!

 

 

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Carina Morgenroth, Wirtschaftspsychologin (B.SC.), Coach, Mama von zwei tollen Kindern, verrückt nach Agatha Christie-Krimis und das Gesicht von Mama-Glück.

Mein Ziel ist es,

Dich dabei zu unterstützen, glücklich und entspannt Mutter sein zu können

und Deine privaten und beruflichen Ziele zu verwirklichen.


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